Voltaire: Gewohnheiten & Verhaltensmuster (alle)

Devino M., Samstag, 27. Februar 2021, 21:10 (vor 230 Tagen) @ Devino M.

"Je öfter eine Dummheit wiederholt wird, desto mehr bekommt sie den Anschein der Klugheit."

- Voltaire -
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Das was man in sich energetisch aufgeladen und ausgeprägt hat, das fordert die Wiederholung. Die Wiederholung macht den Anschein dessen, dass etwas erforderlich oder sinnvoll ist, obwohl es das oft nicht ist. Dennoch sollte man keinen von den eigenen Dummheiten durch Verbote und Gebote abbringen wollen, man sollte nicht die Verantwortung anderer auf sich nehmen. Jeder braucht die eine oder andere Erkenntnis zunächst oder möchte gewisse Erfahrungen schlichtweg machen. Wen sollte man von eigenen Erfahrungen verschiedener Art abhalten?

Bei der Erkenntnisfindung kann das ein oder andere Hilfsmittel angeboten worden, dennoch sollte jeder selbst den bestimmten Weg in sich finden und nachvollziehen. Ansonsten wird man immer an dem anhaften und von dem abhängig sein, was von Auswärts einen erreicht und bewegt sich meist damit im Rahmen geistiger Unmündigkeit (Kennzeichen dessen, nur auf Reize und Impulse von außen zu reagieren oder auf solche zu warten). Und man wird dann auch schnell mehr vom Wissen beherrscht, als denn dieses einen Nutzen hätte. Auch Wissen kann dann, so klug es auch sei, zur Dummheit werden. Es braucht einen praktischen Umsetzungsaspekt, ansonsten braucht es manches Wissen nicht, da es ja nichts direkt nutzt.

Das goldene Kalb bilden heute oft die alten Gewohnheiten in Form verschiedener verinnerlichter Verhaltensmuster, um die herum ein Tanz vollzogen wird. Und natürlich das niedere Ich, welches nur eigenbezogen ist, ohne einen Sinn für die Allgemeinheit um sich, möchte überall eine Rolle spielen. Damit beginnt schon alles Verständnis sich einmal zum Dienst an sich selber zu orientieren und zu kreisen oder am Dienst der Allgemeinheit und am Nächsten. Mit allem wird die eine oder andere Seite angesprochen oder angeregt (und jede Seite hat so ihre Vorlieben und Eigenschaften), schlimmer mag nur sein, die Allgemeinheit zum Dienst an sich selber zu nutzen (ist ähnlich wie die Frucht der Götter zu verspeisen, ohne ein Opfer als Dienst und Ausgleich). Meist liegt hierin auch der Unterschied zum Gesagten und Vernommenen. Liegt der innere Fokus auf der einen Seite, wird alles zu der Seite verstanden und die Beweggründe zeigen sich darin, oder eben zur anderen Seite hin und die Werke sprechen für sich. Man ist stets Zeuge, man bezeugt immer die eine oder andere Seite in sich und mit allem. Das sind die zwei Herren, wo man nur einem von beiden zugleich dienen kann.


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