Aristoteles: Gott ist immer praktisch (alle)

Devino M., Freitag, 26. Februar 2021, 19:56 (vor 231 Tagen) @ Devino M.

"Das Denken für sich allein bewegt nichts, sondern nur das auf einen Zweck gerichtete und praktische Denken."

- Aristoteles -
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Dies meint wohl einfach den Unterschied, zwischen dem Denkgezappel auf Astralebene, wo man keinen Gedanken länger halten kann sondern der Verstand als Zappelphilipp von einer zur anderen Gedankenform sich hangelt. Die Gedankenformen nutzend (oder man kann auch sagen, von ihnen beherrscht werdend), geht es dann einmal in die eine, mal in die andere Richtung, aber doch wird nie etwas handfestes daraus. Während man von der Mentalebene her, Gedankenformen aufbauen und gebrauchen kann, wie sie erforderlich werden. Es ist vergleichbar, irgendwelche bekannten Weisheiten nachzuplappern oder alles in eigenen Worten wiedergeben zu können.

Ansonsten hat jeder Gedanke eine Wirkung. Es gibt keine neutralen Gedanken. Jeder Gedanke hat seine Wirkung. Es sind nicht die glanzvollen Gedanken sondern die neutralen, das unsinnige nachsinnieren im Nichts, die es verhindern, dass der eigene Geist sich darüber erheben kann. Was hält einen davon ab? Was hält einen wovon ab? Oder wer hält einen wovon ab? Wenn da keiner um einen wäre, dem man etwas vorwerfen könnte oder meinte sich mit Geltungsansprüchen über andere erheben zu können, noch sich mit irgendwelchen Mitteln oder Verhältnissen über andere zu stellen (was immer noch nur innerhalb der Verhältnisse z.B. wäre, aber nicht darüber hinaus), was hält einen wirklich wovon ab?

Was hält einen davon ab etwas nützliches zu tun, statt etwas unnützem? Was hält einen davon ab etwas lichtvolles zu tun, als etwas zu verdunkeln? Was oder wer hält einen von irgend etwas Erstrebenswertem ab? Jeder tut jederzeit das, was er nicht lassen kann, nur die Werke sprechen immer für sich selbst, weit mehr als jedes Mundwerk. Alles hat Wirkung, alles erhebt uns, erniedrigt uns oder hält uns dort, wo wir sind. Man braucht nur in die eigene Verantwortung zu gehen - nicht viel mehr und nicht weniger - alles andere sind meist ausreden, die man selbst zuerst glaubt, um sie dann glaubhaft vertreten zu können. Doch man könnte auch anders Glauben, so glauben, wie es einem und allen anderen förderlich ist- und das Handeln folgt dem Lauf der Dinge dann selbst in der einen oder anderen Weise.

Gott vollbringt alles, ohne Geltungsanspruch und ohne auf sich aufmerksam zu machen und darauf baut alles andere auf und wäre sonst nicht. Gott ist also sehr praktisch ans sich. Etwas mehr Gott in uns, hilft immer allen, auch ganz ohne Worte, oder auch mal mit. Und würde Gott nur Reden, statt etwas zu tun, was wäre dann da? Und würde Gott nicht auch mal ruhen, hätten wir ja nichts zu tun; doch in dem wir für Ihn Tun, kann Er einfach in uns ruhen. Das ist der praktische Frieden Gottes. Ist unser Ich uns weit voraus, ist es für Gott nur eine Maus. Man sollte nicht Applaus erwarten, wenn man bloß spielt immer den harten; doch auch jede zarte Maus, ist für Gott stets nur ein Graus. Mal hier mal dort getanzt, gezappelt, die einen freuts, wenns wo entartet; am ende ist es Gott, der wartet.


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