F.Schiller: Dein Weg (alle)

Devino M., Dienstag, 26. Januar 2021, 19:23 (vor 275 Tagen) @ Devino M.

"Dein Weg ist krumm, er ist der meine nicht."

- Friedrich Schiller -
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Der Weg anderer ist immer krumm für einen, weil es nicht der eigene Weg ist. In der Bhagavad Gita heißt es dazu, dass man seinem eigenen Dharma folgen sollte, auch wenn man ungeschickt darin ist. Es sei besser als dem Dharma anderer zu folgen. Ein jeder andere Weg ist nicht der eigene und daher auch krumm im Vergleich zum seinigen. Zwar nimmt man an, dass man andere Entscheidung an der Stelle anderer treffen würde, doch steckt man bekanntlich nicht in deren Haut und kann es folglich auch nicht einmal beurteilen, wie man selbst damit umgehen würde, unter den selben Bedingungen. Allerdings braucht man ja den Weg anderer nicht zu gehen. Oder eben nur dort, wo man entsprechend übereingeht.

Geht man daran heran, dass die Seele mehr als eine Inkarnation beinhaltet, dann wird man erst recht wenig nachvollziehen können, welche Ausrichtung die Seele aus welchem Grund einschlägt. Zu dem, was der Mensch eben vor sich hegt und pflegt, und was überhaupt von den Seelen-Zusammenhängen zu Gewahrsein kommt. Allerdings kann sich auch manch Persönlichkeit mit den Dingen höherer Triaden fehlidentifizieren und so den Kontext verzerren. Umgekehrt, ist natürlich häufiger, in der Weise, dass der Mensch sich mit Nichtigkeiten zu sehr identifiziert und die Seelentriade verleugnet wird [die Göttliche Triade ist von unten her eigentlich erst ab der 3.Einweihung einem Menschen gewahr, es sei denn er hat spezifische geistige Anschlüsse ggf. Einweihungen die dem zugute kommen oder Inkarnationen die mit weiteren geistigen Kontexten in Verbindung stehen usw].

Die Entscheidungen oder die Wahl des Einzelnen darf oder sollte man keinem abnehmen an verschiedener Stelle, denn es ist ein Teil seines Weges dann. Worin auch immer diese(r) liegen mag. Grundsätzlich ist auf das Göttliche an sich zu vertrauen. Wichtiger ist Charakter und eine gesunde Geistige Pflege seiner Selbst. Dazu gehört das man in Selbstliebe soweit möglich mit sich umgeht sowie seinem Umfeld. Ansonsten ist es stets eine Selbstprüfung, was man in seine Kreise mit aufnimmt und einbezieht oder nicht, und aus welchen Gründen. Auch was man zu verantworten vermag oder was man nicht auf sich zu nehmen vermag.

Das Gute hat mindestens die Wahlmöglichkeiten auch die dem Spektrum des Übels entsprechen, und schließlich sogar, könnte der negative Einfluss der ausgeübt würde auf das Gute in dem groben Beispiel, auch gewendet werden und es wäre nur der Ausgleich des Karmas (sofern es einer Grundlage vorher entbehrte), womit es keine Folgen für das Gute bedeuten würde. Allerdings ist es mehr ein spitzfindiges Beispiel, dass nicht alles so selbstverständlich sein mag, wie es erscheint. Es ist sehr schwierig sogar, die wesentlicheren Hintergründe einsehen zu können, soweit man in dem entsprechenden Kreislauf oder Zusammenhang nicht einbezogen ist. So sind die einzelnen Wege - manche kreuzen sich - die meisten nicht - und das ist oft auch gut so. Und man ist nicht bloß der Höhepunkt oder Tiefpunkt sondern auch die Summe aus allem; findet jedoch in Inkarnation, im spezifischen Erfahrungsausdruck sein Brennpunkt.


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