Zitate Januar 2021 - Einsicht zum Richtungswandel (alle)

Devino M., Sonntag, 03. Januar 2021, 12:48 (vor 298 Tagen)

"Wir möchten immer schneller werden; wir wissen aber nicht wohin."

- Fred Ammon -
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Damit lässt sich manch Schicksalhaftigkeit der Menschheit gut auf den Punkt bringen. Immer schneller, immer weiter, immer größer, immer mehr mehr mehr. Doch sollte man nicht erst einmal den Punkt geklärt haben, wohin die Reise mit diesem oder jenem führt? Auch die Schwierigkeit mit der Situation heute liegt darin, dass man nicht wirklich weiß, wohin die Reise gehen soll. Es wurden einige äußere Einschränkungen vorgenommen, doch so, als hätte keiner gesagt, was der einzelnen nun daraus oder alternativ machen soll. Da viele nicht wissen wohin es weitergehen soll und immer noch darauf setzen, dass alles zum alten zurückkehren wird (obwohl vieles bereits zunichte gemacht wurde oder mindestens verschlimmert, ja gerade von denen, die das alte weiterhin so aufrecht erhalten wollen), doch welch Trost soll darin liegen? Will man wirklich den ganzen Zirkus wieder so aufleben lassen? Nur unter verschlechterten Umständen und dann wieder weiter machen? Will man das wirklich?

Während also weiter auf eine Lösung des äußeren gewartet wird, wird die innere Loslösung gerade von allem bisherigen Irrsinn, zu wenig in Betracht gezogen. Die Welt äußerlich entspricht weitestgehend dem, was innerlich jeder Einzelne einbringt. Die Welt ist also voll dessen, wie die Menschen sind. Erst der Gesinnungswandel bringt Veränderung auch in die Welt. Und an mancher Stelle geht es vielen einfach noch zu gut. Es trifft erneut die Armen, denen es schon schlecht ging, die es mehr direkt oder indirekt ausbaden und herhalten dürfen und schon lange für Veränderungen einstehen und diese auch wollen. Die Reichen stört die Situation nicht wirklich, eher wird Gelegenheit gewittert, wo man wieder irgend welchen Profit rausschlagen möchte, ansonsten sitzt man wohl wohlbehütet im schönen zu Hause.

Daher benötigt es wohl noch einiger Geburtswehen, bis die Besinnung da ist, dass man ganz andere Strukturen und eine neue Welt einführen könnte, wenn man es nur wollte. Es liegt an der Bereitschaft, täglich an die Welt zu glauben, die man erschaffen und erhalten möchte, statt bloß alles hinzunehmen. Wenn das Erwachen nicht durch freudvolle Einsicht sich vollzieht, dann kann die einzig geistreiche Lösung für den Einsichtigen darin liegen, Unzufriedenheit zu leben und einfach innerlich die Spannung zu erhalten, dass man diese Welt so wie sie war, nicht möchte, und auch keine Erneuerung alter Übel. Zwar liegt mehr Kraft in dem, nicht gegen etwas zu sein, als viel mehr selbst für etwas zu sein. Daher sollte man durchaus eine gewisse Zukunftsvision vor sich hegen, jedoch einfach nur Unzufriedenheit auf alles abstrahlen, was mit den bisherigen und alten Wert- und Weltverhältnissen zusammenhängt (bis es hinreichend empfunden wurde im Kollektiv und selbst die Reichen sich ihrer inneren Unzufriedenheit nicht mehr erwehren können - ist halt der mühevolle und entbehrliche Weg der Einsicht, dass alles eine Gesamtheit bildet und zusammenhängt).

Denn m.E. könnte der Stand der Dinge ein völlig anderer heutzutage sein. Es mangelt immer noch an Einsicht und Bereitschaft, warum sich kaum etwas in äußerer Weise zum Positiven Wandel hin verändert. Alles Gute darf immer noch hinter den Kulissen ihr Werk verrichten. Obwohl es an der Zeit wäre, dass dem Übel jeglicher Spielraum entnommen wird und dieses dahin flieht. Die gewisse Sichtweise fehlt und wird natürlich in den Medien in ganz anderer Weise propagiert. Wenn der Schleier erst einmal fällt, wird man ganz gewiss viele Dinge nicht mehr haben wollen, die jetzt immer noch als zuträglich erachtet werden, jedoch eben darum für die Verhältnisse sorgen, wie sie sind. Es braucht zuerst jedoch die Einsicht. Und diese wird, je später sie folgt, um so größere Geburtswehen erzeugen. Aber man hilft heute wohl am meisten, wenn man die Unzufriedenheit steigert, statt zu versuchen, etwas zu beschwichtigen oder irgend etwas vom alten noch weiter herrichten und schön machen zu wollen. Die Zufriedenheit mit dem was ist, erzeugt den Widerwillen, sich umzuorientieren. So wie das Gute ohne das Übel sich kaum dazu bewegt, sich weiter zu entwickeln, als nur auf dem zu Sitzen, was da ist. Scheinbar wird noch mehr Übel gewünscht, dort, wo jegliche Einsicht ausbleibt. Es gilt nur Sorge zu Tragen, dass das Übel sich selbst kennen lernt und die eigene Natur und Ursache zu empfinden lernt (was letztlich das Übel in die Flucht schlägt).

Keiner hat etwas im Außen, nur um es zu besitzen. Geistig sammelt man sich Schätze (durch geistige Betätigung), aber im äußeren hat man alles, damit man daraus etwas macht, und nicht um etwas des Habens wegen zu haben. Alles was man dem Kollektiv entnimmt, und es schadet dem Kollektiv, derjenige ist des bestimmten Kollektivs unwürdig und ein Schuldner des Kollektivs. So ist jeder Reiche dieses Systems, ein Schuldner des Kollektivs und sollte so auch angesehen werden, bis er seine Schuld am Kollektiv beglichen hat (und nichts besitzt, was Entbehrungen dem Kollektiv bedeutet). Aus der Sicht des Kollektivs ist auch jede Betätigung zu bewerten und zu beurteilen vom Grundsatz her. Es spiegelt immer das kollektive Verhältnis wieder. Jemand mit Macht und Reichtum, ist nicht reich und mächtig, um dieses bloß zu sein. Es ist immer die Frage, wie er sich zum Kollektiv damit verhält und was er an- oder ausrichtet. Mittel sind noch kein Selbstzweck, wenn man es so sieht, dann wird man selbst zum Mittel, auch braucht man nichts halbes als Ganzes ausloben. Die Welt ist die Bedürftige, der Einzelne ist Stellvertreter Gottes. Und dies sollte man sich klar machen, im Verhältnis zur Welt und Kollektiv.

K.Tucholsky: Die Zeugen eignen Glaubens

Devino M., Dienstag, 05. Januar 2021, 20:18 (vor 296 Tagen) @ Devino M.

"Der geschickte Journalist hat eine Waffe:
das Totschweigen - und von dieser Waffe macht er oft genug Gebrauch."

- Kurt Tucholsky -
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Die Alternative ist das Lärm-machen um nichts. Wobei beides zusammen sich nicht ausnimmt, sondern oft ergänzt. Vieles, gewusst wie es darum steht, hätte ein anderes Denken und Streben innerhalb der Menschheit zur Folge. Es ist ein überzeugt-sein von Nichtigkeit, anstelle der Einsicht und Kenntnis. Das ist die Unwissenheit heute. Man meint zu wissen, wie nie zuvor. Auf die Summe hin ja, doch ist sehr sehr vieles, so sehr unnütz.

Genau so das festhalten am alten Finanz- und Wertesystem innerhalb der Menschheit. Die Freiheit hätte man bereits für alle geltend machen können. Enteignung von Eigentum im Überfluss, z.B. in dem alles Wohneigentum entfällt und auf die Bewohnenden selbst übergeht. In dem es ein bedingungsloses Grundeinkommen gibt, dass den notwendigsten Bedarf für jeden deckt. Dass nur noch 4-5 Stunden an 4-5 Tagen gearbeitet wird und dies zur Norm wird (wenn das in anderen Welten und bei anderen Spezies die Norm ist, so wird es auf Erden wohl auch umsetzbar sein. Das Bereicherung zu Gunsten einzelner auf Kosten des Kollektivs geahndet wird. Selbstredend gehört die Abschaffung des heutigen Sinnbilds der Hure Babylons (wie es in der biblischen Offenbarung steht), der heutigen Finanzbörse, als erstes dazu.

Alles andere ist die bewusste Entscheidung zur Sklaverei (heutzutage) und dazu andere versklaven zu wollen. Entscheidende Schritte zur Umstellung dahingehend und auch fast die Notwendigkeit dazu, sollte der Volksglaube an Viren und des Umgangs damit, gezeigt haben. Es ist möglich ernsthaft umzudenken. So mag es auch an vielen Stellen selbst umfassendere Überlegungen dazu geben. Doch man muss schon ein echter Träumer sein, zu erwarten, dieses in den heutigen Medien und ihrem Presse-system zu finden. Für viele zählt jedoch nur der proklamierte Volksglaube, so dass es im Kollektiv selbst nur wenig Anklang finden kann, wenn die wertigen Möglichkeiten äußerlich verschwiegen werden. Und nur eine Möglichkeit oder die Auswahl zwischen den gleichen Unsinnigkeiten unterbreitet und proklamiert wird.

Was Selbstbestimmung ist oder Fremdbestimmung, mag ein jeder für sich selbst herausfinden. Doch sollte man prüfen, was man unversehens und ohne sich innerlich damit zu befassen alles glaubt, von dem, was äußerlich so erzählt wird. Nicht dass alles Unwahr ist, doch ist vieles nur eine Perspektive oder auch unwahr, es zum eigenen Selbstglauben zu machen (weil es ja scheinbar von irgend einer Art Autorität ausgeht, vielleicht und wahrscheinlich dann auch unreflektiert, ist dann trotzdem eigene Verantwortung dazu. Die Menschen können Götter sein, es zählt nur die Handhabe der Geistigen Kräfte für jeden Meister und Menschen und selbst sogar für Engel. Und alles was diese Möglichkeiten einem nicht unterbreitet oder sogar ausschließt, ist eine Form und eine Art von Glauben. Der Volksglaube so man ihn also annimmt, ist dann auch der eigene Glaube. Und die Volksdummheit gibt es gratis dazu. Die geistige Unwirklichkeit der Menschlichen Durchschnittsverfassung liegt nicht im Unglauben, sondern in den Glauben an die Nichtigkeit statt wirklich an Gott zu glauben. So ist alles Zeuge eignen Glaubens nur. Jeder bezeugt stets seine Realität selbst.

Man muss so nicht leben und die Dinge müssen so nicht sein, wie sie sind. Glaubt man hinreichend dass sie so sein müssen, dann erschafft man alles selbst gemäß dem Glauben. Die Menschen und Dinge verschwinden nicht, wenn ein anderes Finanz-System eingeführt würde. Nicht einmal die meisten Bedürfnisse. Es ist alles nur eine Frage der Organisation dessen. Wenn man also verschiedene Besitzansprüche aufhebt, und die Menschheit als Kollektiv zum Eigentümer von den meisten Dingen macht, außer dem spezifischen individuellen Besitz, welcher auch den Besitzer kennt, dann lässt sich mit sehr wenig finanziellen Mitteln vieles finanzieren (und keiner wird belegen können dass er ohne Kollektiv alles selbst erschaffen hätte, denn dann hätte er keinen Besitzanspruch in der Welt nötig und braucht es morgen nur selbst nochmals alles zu erschaffen). Doch wieso muss Satan und alles Übel als Teil vom Finanzsystem mit an allem hauptsächlich beteiligt sein? Das dem so ist, zeugen doch die Verhältnisse in der Welt deutlich genug, und wozu was dient und wem. Doch möchte die Menschheit davon frei sein? Worin und woran lässt sich dieses Wollen erkennen? Man empört sich über die Zeugen Jehovas, doch was ist mit den empörenswerten Zeugen Coronas? Wie wäre es mal mit mehr Zeugen der Sonne (als bewusstem Logos dahinter beseelt) oder mit Zeugen des Einen Gottes mal als echte Abwechslung?

G.E.Lessing: Wille & Laufwege der Erkenntnis

Devino M., Donnerstag, 07. Januar 2021, 22:13 (vor 293 Tagen) @ Devino M.

"Der Wille und nicht die Gabe macht den Geber."

- Gotthold Ephraim Lessing -
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Was wollte einer Geben, was ihm nicht aus Gott her zuförderst in irgend einer Weise zukam? Und wessen sollte man sich rühmen, wenn man in Gott ist und einem doch letztlich alles von Gott selbst zufällt? Und erst wenn der Wille nicht für die eigene Natur abzweigt, sondern gibt wie er empfängt, denn auch das Empfangen wird ja durch das Geben nicht weniger, wird auch die Gabe eine reinere Natur erhalten und von weniger Selbstsucht getrübt sein.

Man beachte in allem, das man stellvertretend für Gott ist. Ob man es wollte oder nicht, letztlich ist es dennoch so. So wie man aus Gott ist, so ist man auch sein Stellvertreter. Andernfalls ist die ausgedrückte Natur vielleicht nicht Gottes, doch der Urgrund ist doch von Gott bloß bereitet. In der Bhagavad Gita wird dies sogar verschärft so gesagt, dass wer nicht den Göttern für ihre Gabe in seiner Weise dankt, diese bestielt. Doch wozu sollte man sein, wenn Gott nicht wollte dass man ist? Also ist man auch da, um ein Individuum in seiner Weise zu sein, wie es kein anderes an der eigenen Stelle für Gott gibt.

Für Gott kommt es nicht auf die äußeren Dinge so sehr an, als auf den Willen; denn bis zu einem gewissen Grad ist man ja auch dafür da ein Individuum an sich mit zu sein für sich. Um wirklich in Einheit sein zu können, vor allem mit Gott im weiteren Umfang, ist es erforderlich allein und nicht in Einheit sein zu können. Es ist doch nicht so, dass ein einzelner Mensch je außerhalb des Menschlichen Kollektivs im Geiste wäre. Gerade der Umstand, dass er sich nie daraus zu lösen vermag, weil er es liebt in Einheit zu sein, bildet die Unfähigkeit sich allein im Geiste nicht aufrecht halten zu können. Unbewusste Einheit ist womöglich die Ursache dafür, dass weder echte Einheit erkannt noch gelebt wird. Man erträgt das um sich am besten, was man im selbst bereits eingepflegt hat, oder überhaupt kommt man nur mit diesem wirklich in umfassenderen Kontakt [umgekehrt, kann das, was in einem ist, auch Schwierigkeiten im Umgang machen, bis hin, dass gerade das es ist, was einem den Zugang zum göttlichen Willen versperrt].

Wenn man nicht von der Einheit verschlungen wird, dann kann man sich mit der Einheit als Individuum erst in Verbindung setzen ohne davon in irgend einer Weise beherrscht zu werden und darin unterzugehen. Ebenso findet man sich Geistig nur dort mit Gott auf Augenhöhe vor, wo man diese Verwirklichung auch hat. Es fehlt ansonsten nicht Gott an der Stelle, sondern man selbst fehlt an der Stelle. Und dann fehlt dies auch im Selbst. Dann fehlt dies in Einsicht und dann fehlt es im Verständnis jeglicher Art (und ist alles bloß als Sinnbild zugegen, jedoch ohne Kraft, oder als etwas rein äußerliches). Man kann sagen, es ist für einen ohne Willen Gottes. Die Sicht des Menschlichen Kollektivs ist an vieler Stelle verdreht. Die Entwirrung wird an vieler Stelle bei den Verwirrten für Verwirrung sorgen (obwohl sich ja doch an dem was wahr war und was nicht war, eigentlich nicht wirklich etwas ändert, nur in den Verwirrten ändert es sich zur notwendigen Erkenntnis). Ist die Wahrheit recht und die Zentrierung darin echt, dann kann es keine äußeren Wirrnisse geben, die etwas ändern können, außer dass nur weniger Störelemente da sind, die die Wahrheit verzerren oder entstellen.

Und was zählt letztlich? So viel Wahrheiten man auch umwirft und wie viel Verhältnisse umgedeutet werden mögen. Was am meisten zählt, ist vorher wie nachher, der Wille. Weil dieser eine noch größere Wahrheit bildet, als die der Intelligenz. Deswegen mag die Intelligenz lieber mal irren, beim Willen wirds schnell teuer, vor allem sich grob oder vorsätzlich zu irren. Man könnte sagen, die Laufwege der Erkenntnis sind deutlich weitreichender.

Seneca: Das geistige Gewicht

Devino M., Montag, 11. Januar 2021, 22:33 (vor 289 Tagen) @ Devino M.

"Großes muss auch mit großem Geiste beurteilt werden; sonst wird der Fehler, welcher der unsrige ist, als Fehler jener Dinge erscheinen."

- Seneca -
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Ein großer Geist, sieht sich selbst nicht als groß an, sondern mag vielleicht verwundert ob der Selbstbegrenztheit an verschiedener Stelle sein. Das was man ist, dafür hält man sich selbst nicht in zusätzlicher Identität, es ist bloß Teil eigner Natur. So wie man die Dinge nicht bloß groß oder klein reden kann und damit wären sie gegeben, sondern entweder sind sie im Geiste gegeben, oder bloß eingebildet. Auch selbst etwas, was im Kollektiv eine Bedeutung hat, muss diese nicht gleich geistesübergreifend anderweitig inne haben oder es ist nicht unbedingt das gleiche Verhältnis oder gleiche Zugehörigkeit da. Denn nicht immer ist bloß etwas die Frage eigener Inhärenz sondern auch dessen, wie weit es in Übereinstimmung oder Dissoziation ist bzw. der Inhärenz anderweit entspricht.

In einem gewissen Rahmen hat natürlich alles nur Macht über einen, so weit man es diesem einräumt, fast gleichgültig worum es geht. Vielleicht kann man diesem sogar gewisse Räume oder Rollen zuordnen. Jedoch ist es ebenso eine Frage dessen, was der eigenen Handhabe und den eigenen Möglichkeiten unterliegt. Erst das, was über die Selbstbeschränktheit hinaus im Geistigen eine Rollen spielt oder im Menschlichen Kollektiv, ist da von Bedeutung für andere. Alles andere entspricht meist dem Umfang des Persönlichen. Es geht also darum über den eigenen Tellerrand hinaus blicken zu können (was nicht heißt, dass man allen Unsinn mitspielen muss der sich darbieten mag).

Das Schicksal aller liegt eigentlich darin, sich von Gott durch Individualität scheiden zu müssen, um überhaupt zu sein und zu bestehen, und doch Ihm so nah als möglich zu sein. Die eigentliche Schwierigkeit jedoch liegt darin, Gott auf Augenhöhe begegnen zu können, was einfach nur eben über geistige Größe und Verwirklichung möglich wird. Also liegt der Fehler meist darin, sich an falscher Stelle zu erhöhen und an falscher Stelle zu erniedrigen. Es gehört die niedere Natur erniedrigt, die geistige Natur immer erhöht. Die entsprechende Ordnung gehört an sich selbst ausgeführt und nicht an anderen, versteht sich.

Es wird meist nur der eigene Geist, ob recht erkannt oder verkannt, in sich selbst stets erniedrigt oder erhöht und pendelt sich letztlich gemäß der Schwingung irgendwo ein und konstruiert ein Weltbild, welches meist der Schwingung und Neigung entspricht. Ob es anderen hilft sich darüber Gott zu nahen oder nicht, kann aus verschiedener Perspektive wohl verschiedentlich zu sehen sein. Straucheln tut ohnehin immer der an allem, der nicht auf eigenen Beinen zu stehen willens ist. Verwirklichung kommt geistigem Gewicht gleich, diese Art Verwirklichung meint Gott auf Augenhöhe zu begegnen und aushalten zu können. Der Mensch bildet sich viel ein, wie wichtig er für Gott wäre, doch würde er sich weniger einbilden, dann kann er wirklich für Gott in allem von Bedeutung sein.

Aristoteles: Freiheit lässt sich nicht befehligen

Devino M., Sonntag, 17. Januar 2021, 10:53 (vor 284 Tagen) @ Devino M.

"Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave."

- Aristoteles -
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Dem Geist, der von seiner Versklavung überzeugt ist, lässt sich wohl mit Gleichnissen am besten annähern, worin er sich dann selbst seine Gedanken um die Dinge machen kann, statt etwas konkretes nahegelegt zu bekommen, ohne sich selbst damit noch weiter befassen zu brauchen. Daher nehmen wir uns ein Gleichnis von einem Herren und seinen Sklaven vor.

Es war also ein Herr und sein Knecht. Der Knecht hatte für besondere Dienste einen Tag frei erhalten und bekam von seinem Herren sogar verschiedene Annehmlichkeiten angeboten. Der Sklave fragte, worin der Herr seine größte Freiheit sieht und was er an einem Tag machen würde, der von ihm keinerlei Pflichten abverlangte. Als der Herr seinem Knecht dies alles erzählte und auch dafür alle Mittel anbot dieses an dem Tag erleben zu können, machte sich der Knecht also daran dieses alles zu erleben. Auch gehörte ein Ausritt auf einem Ross dazu, wohin auch immer Ross und Reiter hinwollten. So verbrachte der Sklave also den Tag so, als wäre er der Herr und genoss verschiedene Annehmlichkeiten.

Am nächsten Tag treffen sich also Herr und Knecht erneut und der Herr fragt, wie es dem Knecht so erging. Der Knecht erzählte von den Aktivitäten, war jedoch völlig erschöpft in Anbetracht der erlebten Aktivitäten, welche seinem Geist offenbar mehr abforderten, als er an seinen arbeitsreichen Tag gewohnt ist zu erbringen. Nicht lange drauf bot der Herr dem Knecht für einige Stunden eine Pause. Der Knecht ging also und setzte sich unter einen Baum, wo er für gewöhnlich auszuruhen pflegte. Er kehrte in sich und stellte sich vor, wie er als freier Mann auf einem Ross durch Felder, Wälder und Wiesen ritt und war kurz darauf von einer gewissen Glückseligkeit erfüllt, da er sich innerlich als frei empfand. Kurz darauf sah der Herr seinen Knecht glückselig unter dem Baum ruhend, wie er selbst kaum solch Glück empfand. Er fragte nach dem Grund der Freude. Der Knecht erzählte ihm, dass er sich vorstelle, als ein freier Mann mit einem Ross durch die Felder zu reiten. Der Herr fragte, ob der Mann dieses nicht gestern leibhaftig doch ebenfalls erfahren durfte, und dennoch war er davon offenbar nicht so glücklich erfüllt worden?

Nun, der Knecht war am Vortag noch stets darum bemüht, genau das zu erleben, was der Herr als seine Freiheit ansieht oder in seiner Freizeit zu tun gedachte. Und selbst also solches dazu gehörig, worin der Knecht allein in seiner Vorstellung schon volle Freiheit empfand, so empfand er es nicht, als er genau das erleben wollte. Er war an dem Tag, wie an jedem anderen Tag, nur darum bemüht, das zu erfüllen, was von seinem Herren anbefohlen wird. Auch wenn es ihm nicht anbefohlen war, so führte der Knecht dennoch nur das aus, was der Herr im erzählt hatte. Hätte er sich innerlich gelöst und wäre geflohen um diese Freiheit zu leben, so wäre er stets nur auf der Flucht und hätte ebenfalls diese Freiheit nicht erlebt, wie er sie empfindet, wenn er nur von seiner Freiheit vor sich träumt. So ist er in seinem Traum frei und keine äußere Betätigung verhilft dazu, ebenfalls diese Freiheit darin erfahren zu können.

Wie ist es um die Menschliche Freiheit bestellt? Ist es nicht auch so, dass sie in allem sich stets darum mühen, die Freiheit darin zu erleben, was als Freiheit erzählt und nahegelegt wird? Viele füllen ihren Tag mit vielen Aktivitäten aus, mit mehr oder weniger selbstsüchtigem Interesse, und fordern vom Tag, dass er ihnen die ersehnte Freiheit bringt. Aber es liegt nicht am Tag, sondern an den Beweggründen. Statt die Freiheit zu erfassen und zu leben, wird Freiheit in allem nur gesucht, was bereits vertraut und bekannt ist, doch ist dies genau das, woran man auch ehedem schon war. Man kann Freiheit nicht lehren und auch nicht befehligen, wenn man darauf wartet, also die Freiheit beigebracht und anbefohlen zu bekommen, dann wird man nicht von dem weichen, was einem scheinbar innerlich Sicherheit gibt und schon lange vertrag war. Ein freier Herr befehligt sich selbst und ist darin vor allem frei. Ist man nur gewohnt, auf das zu hören, was von außen kommt, um dann darauf so und so oder so herum zu reagieren, dann hat man die Freiheit zugunsten des Hörensagens selbst hingegeben. Ob man nun dem Gehörten folgt oder sogar vorsätzlich das Gegenteil davon macht, so ist alles Tun nicht unabhängig vom Gehörten, sondern alles Agieren setzt nur auf dem Gehörten und Vertrauten an.

Was wäre aber ohne etwas Gehörtes, wäre es immer noch die gleiche Betätigung dann und würde diese auf die selbe Art ausgeführt, wie ohne etwas vorher aufgenommen zu haben? Hätte also der Knecht nicht erst seinen Herren befragt, sondern selbst entschieden, was er an dem Tag machen wollte, und hätte sich womöglich sogar nur unter seinen Baum gesetzt, worunter er auszuruhen pflegte, und dort den ganzen Tag verbracht, wäre er nicht dann mehr sein eigener Herr gewesen und hätte er nicht womöglich mehr Freiheit erlebt? So sollte man die äußeren Dinge nicht als Freiheit auffassen, sie beinhalten nicht die Freiheit, zu der man sich selbst führen kann, wenn man seiner eigenen Eingebung aufrecht gehorcht. Die Freiheit liegt in der eigenen Seele und darin nur, den eigenen Seelenimpulsen und Empfindungen zu gehorchen, statt bloß äußeren Lehren, ohne diese mindestens verinnerlichten zu haben und an der Stelle auch sie von der eigenen Seele her zu leben. Dann spielt alles äußere keine wirkliche Bedeutung und auch hängt da keine Freiheit oder Unfreiheit darin, außer in dem, wie man damit umgeht, aber gar nicht so sehr abhängig davon, was es im einzelnen äußerlich ist oder darstellt.

B.de Spinoza: Äußerungen der Kraft

Devino M., Mittwoch, 20. Januar 2021, 23:07 (vor 280 Tagen) @ Devino M.

"Jede Erscheinung beweist ihre Notwendigkeit durch ihr Dasein."

- Baruch de Spinoza -
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Auch jede Dummheit entspringt zuerst einem Dummkopf der diese ersann. Ebenso alles Gute, ist nicht da, weil es einfach da ist, sondern weil es jemand ersonnen hat. Alles was sich in irgend einer Weise veräußert, ist aus dem Geiste entstanden [was grundsätzlich bekannt sein sollte].

Man könnte ebenso sagen, dass alles eine Art von Kraftäußerung ist. Doch ist die Kraft nicht von selbst an der Stelle aufgetreten. Der Mensch ist laut der Bhagavad Gita ein Fleisch-gewordener Glaube nur. Es gibt keine Ungläubigen, es gibt nur die verschiedenen Arten des Glaubens oder im oberflächlichen Falle dann die Überzeugungen.

Auf die Menschheit gesprochen, ist alles ebenso, wie es geglaubt wird. Auch gibt es keine Wirkungslosen Informationen, soweit diese in einer Kollektiven Sphäre oder in einem Menschen enthalten sind, führen Informationen auch zu einer Positionierung hinsichtlich dessen. Es hat alles im Glaubensystem eines Menschen oder eines Kollektivs eine Wirkung. Mit jeder Information findet eine Positionierung auf der einen Seite und eine Zuordnung auf der anderen Seite statt. Jeder Mensch reagiert auf das vor allem, was er in sich trägt, und das was nicht in ihm ist, wird im äußeren auch nicht beachtet, erkannt oder eben sogar verkannt.

Die verbreiteten Informationen können sowohl also einen Zusammenhalt erzeugen, wenn zu diesen hin eine Polarisation erfolgt und eine Annahme. Ebenso können Informationen dazu genutzt werden anderen zu beherrschen, in dem gewisse Wirkungsweisen und Reaktionen auf bestimmte Informationen erzeugt oder abverlangt werden. Vor allem im Falle von Teilwahrheiten, welche sich dann für gewisse Dinge oder Ansichten instrumentalisieren oder korrumpieren lassen usw.

Alles tritt also nicht zufällig in Erscheinung. Es gab Gründe des Entstehens, der Formgebung, ebenso auch für das Vergehen von allem, was in Erscheinung tritt. Diese Gründe liegen aber nicht allein in der Erscheinung bedingt, sondern ziehen sich nicht selten über diverse Ebenen. So lange man diese nicht einbezieht, bleibt es ein Wahrheitsfragment. Man erkennt die Wahrhaftigkeit, aber nicht die Wahrheit, wenn man aus einem Teil der Wahrheit hinausschaut. Was immerhin schon mehr wäre, als Wahrheit nur anzuschauen oder nur die Bestätigung eigener Perspektive als Wahrheit lediglich annehmen zu wollen.

Die Menschheit ist also das, was geglaubt wird von der Masse. Die Masse glaubt die Dinge, wie sie heutzutage informativ proklamiert werden. Dann stellt sich nur die Frage, ist ein Dummkopf dümmer als seine Dummheit oder ist die Dummheit größer als ein Dummkopf? Beim Huhn ließe sich die Frage leichter klären, ohne ein Huhn kann es schon gar nicht erst Eier geben, wie auch immer die Entwicklung begann, jedenfalls mit dem Huhn selbst zuerst. Doch wie viele Gedanken welcher Art werden täglich im Kollektiv mit der Kraft des Kollektivs gesponnen und mit welcher Zielführung? Berechtigt der Wissensstand überhaupt die Verschwendung der Kollektiven Kräfte an der Stelle?

Buddha: Söhne Gottes

Devino M., Samstag, 23. Januar 2021, 20:39 (vor 278 Tagen) @ Devino M.

"Der Geist ist alles - was du denkst, das wirst du."

- Buddha -
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Wir sind keine Menschen die nach dem Geist streben, sondern wir sind Geister die ihr Mensch-sein verwirklichen an verschiedener Stelle. Vieles andere ist selbst-auferlegte Unmündigkeit. Ob man dies erkennen mag oder nicht. Die Tatsache der gegebenen und erfahrenen Welt spricht für sich.

Auch wenn die gegebenen Möglichkeiten aus der Sicht des Sohnes Gottes (der Monade / Quelle) gleich sein mögen - sind es die Verwirklichungen bei weitem nicht. Trotzdem, wer das geistig entsprechend findet, aktiviert und in göttlicher Weise gebraucht, was der göttlichen Triade entspricht, kann von allem Gebrauch machen, wie es Gott selbst täte.

Daher ist vieles wahr. Vieles nur eine Entsprechung der Sichtweise. Allerdings sollte man die Kirche im Dorf lassen, wo sie hingehört. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, jedoch in die bestimmten Himmel nur solche eingegangen. Das bildet den Unterschied. Ebenso wie die Menschheit als eine erwachte und sich selbst bewusste Einheit, ebenso einen eigenen Himmel als Sphäre darstellt. Und täglich wird an dessen Verwirklichung gearbeitet [womit natürlich weniger die äußere Scheinwelt gemeint ist - eher die Seelen die einen Teil des entsprechenden Menschlichen Kollektivs bilden, welcher sich als ein geistiges Organ erkennt - die äußeren Ausdrucksmöglichen sind sicherlich an vieler Stelle noch ausbaufähig und manch Hürde zu überwinden sein].

F.Schiller: Dein Weg

Devino M., Dienstag, 26. Januar 2021, 19:23 (vor 275 Tagen) @ Devino M.

"Dein Weg ist krumm, er ist der meine nicht."

- Friedrich Schiller -
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Der Weg anderer ist immer krumm für einen, weil es nicht der eigene Weg ist. In der Bhagavad Gita heißt es dazu, dass man seinem eigenen Dharma folgen sollte, auch wenn man ungeschickt darin ist. Es sei besser als dem Dharma anderer zu folgen. Ein jeder andere Weg ist nicht der eigene und daher auch krumm im Vergleich zum seinigen. Zwar nimmt man an, dass man andere Entscheidung an der Stelle anderer treffen würde, doch steckt man bekanntlich nicht in deren Haut und kann es folglich auch nicht einmal beurteilen, wie man selbst damit umgehen würde, unter den selben Bedingungen. Allerdings braucht man ja den Weg anderer nicht zu gehen. Oder eben nur dort, wo man entsprechend übereingeht.

Geht man daran heran, dass die Seele mehr als eine Inkarnation beinhaltet, dann wird man erst recht wenig nachvollziehen können, welche Ausrichtung die Seele aus welchem Grund einschlägt. Zu dem, was der Mensch eben vor sich hegt und pflegt, und was überhaupt von den Seelen-Zusammenhängen zu Gewahrsein kommt. Allerdings kann sich auch manch Persönlichkeit mit den Dingen höherer Triaden fehlidentifizieren und so den Kontext verzerren. Umgekehrt, ist natürlich häufiger, in der Weise, dass der Mensch sich mit Nichtigkeiten zu sehr identifiziert und die Seelentriade verleugnet wird [die Göttliche Triade ist von unten her eigentlich erst ab der 3.Einweihung einem Menschen gewahr, es sei denn er hat spezifische geistige Anschlüsse ggf. Einweihungen die dem zugute kommen oder Inkarnationen die mit weiteren geistigen Kontexten in Verbindung stehen usw].

Die Entscheidungen oder die Wahl des Einzelnen darf oder sollte man keinem abnehmen an verschiedener Stelle, denn es ist ein Teil seines Weges dann. Worin auch immer diese(r) liegen mag. Grundsätzlich ist auf das Göttliche an sich zu vertrauen. Wichtiger ist Charakter und eine gesunde Geistige Pflege seiner Selbst. Dazu gehört das man in Selbstliebe soweit möglich mit sich umgeht sowie seinem Umfeld. Ansonsten ist es stets eine Selbstprüfung, was man in seine Kreise mit aufnimmt und einbezieht oder nicht, und aus welchen Gründen. Auch was man zu verantworten vermag oder was man nicht auf sich zu nehmen vermag.

Das Gute hat mindestens die Wahlmöglichkeiten auch die dem Spektrum des Übels entsprechen, und schließlich sogar, könnte der negative Einfluss der ausgeübt würde auf das Gute in dem groben Beispiel, auch gewendet werden und es wäre nur der Ausgleich des Karmas (sofern es einer Grundlage vorher entbehrte), womit es keine Folgen für das Gute bedeuten würde. Allerdings ist es mehr ein spitzfindiges Beispiel, dass nicht alles so selbstverständlich sein mag, wie es erscheint. Es ist sehr schwierig sogar, die wesentlicheren Hintergründe einsehen zu können, soweit man in dem entsprechenden Kreislauf oder Zusammenhang nicht einbezogen ist. So sind die einzelnen Wege - manche kreuzen sich - die meisten nicht - und das ist oft auch gut so. Und man ist nicht bloß der Höhepunkt oder Tiefpunkt sondern auch die Summe aus allem; findet jedoch in Inkarnation, im spezifischen Erfahrungsausdruck sein Brennpunkt.

M.Eckhart: Findet Gott in allem

Devino M., Sonntag, 31. Januar 2021, 11:21 (vor 270 Tagen) @ Devino M.

"Der wahrhaft Liebende liebt Gott in allem und findet Gott in allem."

- Meister Eckhart -
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Gott ist in Geschöpfen so wie auch in Menschen und doch zeigt sich die Kraft Gottes in unterschiedlicher Weise. Ein Geschöpf sieht nur was vor Augen ist, ein Mensch schaut die eigene Seele in allem an. Gott in allem zu sehen, ist abhängig dessen, wie weit man Gott in sich bereits erschaut hat. So nur wird man Gott in anderen erkennen oder nicht. Sicher ist man dadurch mehr Richtmaß für sich selbst als für andere. Denn das was in ihrem Selbst ist und wie man sich selbst darin einfindet ist eine Sache, eine andere Sache, welche Rolle etwas im eigenen Selbst einnimmt.

Es ist zweckfrei einem Geschöpf geistreiche Lehren nahebringen zu wollen. Das Geschöpf wird am nächsten Tag sowieso weiter den kollektiven Kräften eigener geistiger Aufhängung nur folgen und es wird nichts gefruchtet haben. Nur Menschen lässt sich wirklich etwas beibringen. Da ihre Ausrichtung nicht bloß auf dem Kollektiv liegt, sondern die eigene Seele einbezieht. Das Geschöpf bezieht nur das Kollektiv ein, jedoch nicht die Seele, da es keine individuelle Seele hat (da diese weder anerkannt wird noch zündet oder erwacht). Ein Geschöpf lässt sich meist an Stereotypen erkennen, vor allem dahingehend, dass es anderen nur stereotypische Verhaltensweisen zuordnet, aber den Menschen dahinter nicht anerkennt. Ein Mensch kann sich eigentlich zu allem entwickeln (sofern nicht gänzliche Abwesenheit eines Talents vorliegt) und alles sein was er möchte. Vor allem sofern der Mensch sich weniger vom Kollektiv fremdbeherrschen lässt und sich nach der eigenen Seele ausrichtet. Während sich ein Geschöpf nicht über kollektive Verhaltens- und Denkweisen zu erheben vermag und somit auch nicht vermag alles andere anders zu betrachten als nur nach eigenem Stereotypismus (meist wird auch nicht angenommen, dass der Mensch sich anders ändern kann, als eben dem was alles äußerlich nach zum Vorschein tritt oder bisher getreten ist). Der Mensch wird unter Geschöpfen nur selbst als Teil der kollektiven Kräfte erkannt oder behandelt und wird über die kollektive Rolle hinaus keine Anerkennung finden. Alle Liebesmühe und Anstrengung im Umgang mit Geschöpfen ist dann an der Stelle vergebens.

Die Schwierigkeit im Kollektiv liegt auch darin, dass alles zu einer Art Klumpen verbunden ist. So dass ein Geschöpf von einem Menschen äußerlich sich kaum scheiden wird. Wenn das Kollektiv geordnet würde, dann wären die Unterschiede gravierend. Dann wäre es auch nicht mehr für Geschöpfe in der Weise möglich sich selbst für Menschen zu halten. Und die oft leidenden Menschen, dadurch, dass sich Geschöpfe an sie hängen und sich gewisse Fähigkeiten zusprechend, während sie sich dieses nur im Kollektiv oder bei anderen Menschen rausnehmen, würden dann doch mehr erkennen, was sie alles können und sind, es aber nicht glaubten durch die Fremdüberlagerungen in den eigenen Energiefeldern und der Aura.

Es nicht wirklich nennenswert Böses auszumachen heut zu Tage, an welchem die meisten leiden und ringen, sondern es ist die Ungerechtigkeit die durch die Vermischung im kollektiven Feld entsteht. Dazu gepaart mit viel Unwissenheit und eigener Dummheit. So dass manche sich für sonst wie Fähig halten (aber nichts außer dem Kollektiv dahinter steht) und andere eben sich mit allem quälen, weil sie ständig behangen und bedrängt werden von dem Geistigen Unrat um sich, ohne ein Gewahrsein dessen oder nur in Form von leidlichen Symptomen. Natürlich mag man vieles als Dienstgelegenheiten ansehen und nutzen können. Doch hat nicht alles einen Zweck oder Nutzen, so dass viel Zeit mit Aufarbeitung dessen verwendet werden darf, was eigentlich nicht wirklich ist. Und damit hat die Unwirklichkeit Wirklichkeit, bei der bedingten Seele, obwohl sie für Gott nicht wirklich ist. Diese Art von Unwirklichkeit trübt die Realität der Dinge an vielen stellen.

Sind es Menschen von denen es in der Bibel am Tag des Herrn heißt, dass die einen mitgenommen werden, und die anderen bleiben werden? Oder handelt es sich womöglich bloß um Geschöpfe und die Sache steht schon längst fest wie es sich wo womit verhält? Und wäre nicht dadurch schon eine immense Klarheit erreicht, wenn zwischen Geschöpf und Mensch eine Klärung in der Kollektiven Sphäre erfolgt? Wären dann die Menschen nicht Gott viel näher dadurch, wenn die Trübung aus der Welt der Geschöpfe entfiele? Vielleicht mag man den selben Gott von allem was da ist, in allem antreffen, doch ist der Ausdruck Gottes nicht der gleiche (und somit irgendeine Projektion auf alles, was Gott wie sein soll, ist noch lange keine Gotteserkenntnis). Man bräuchte nur den Geschöpf-Strang vom Evolutionsstrang der Menschheit lösen - wie auch immer es sich dann äußerlich ausgestalten mag. Es kann daran bemessen keine Ungerechtigkeit auch geben nach irgend einer Selektion, sondern es ist alles weiter an seinem Strang dran, wo es auch war. Es ist gewiss keine Ungerechtigkeit zu erwarten, dies es schon immer gab. Es ist gewiss eine größere Gerechtigkeit da, wenn die Trübung Gottes wie er sich selbst in allem zum Ausdruck bringt weitestgehend entfällt (und den Unrat sich nicht mehr hinter unklaren Verhältnissen und Energietrübungen verstecken können kann, weil es das so nicht mehr gibt).

M.Eckhart: Findet Gott in allem

König Artus, Sonntag, 31. Januar 2021, 22:13 (vor 269 Tagen) @ Devino M.

Meister Eckhart, was ist Bildung?

Bildung bedeutet, sich erst zu entbilden, um sich dann in Gott einbilden zu können.

Vielen Dank, für Ihre kurze Antwort :-D

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